Julian Matthias Wittbrodt

„Wo das Denken und Bewerten den Alltag beherrscht, da verliert das Fühlen und Spüren an Kraft.“

Steckbrief

    • Pilates Lehrer, Therapeut und Ausbilder
    • KGG zertifiziert (Krankengymnastik am Reformer)
    • Aerial Pilates Lehrer
    • Physiotherapeut
    • Heilpraktiker
    • Osteopath
    • vitalistischer Chiropraktiker
    • Kursleiter für verschiedene
      Primärpräventionskurse nach § 20 SGB V und Rehabilitationssport nach § 44 SGB IX

Skadi

„Þar byggir nú Skaði.“ (Grímnismál, Lieder-Edda) - Dort wohnt nun Skadi.

Der Name Skadi steht in enger klanglicher Nähe zu „Skandinavien“.
Ob tatsächlich ein sprachlicher Zusammenhang besteht, ist in der Forschung nicht eindeutig geklärt.

Sicher ist jedoch:
Skadi gehört zu den ältesten überlieferten Gestalten des nordischen Kulturraums –
verwurzelt in Landschaft, Klima und Mythos des Nordens.Sie gilt als die Göttin des Winters, der Berge und der Jagd –
eine Verkörperung der Klarheit, der Eigenständigkeit und der körperlichen Stärke.

Skadi lebt nicht im Zentrum der Zivilisation, sondern in den Bergen.
Sie bewegt sich durch Schnee und Kälte mit Ruhe und Selbstverständlichkeit.
Nicht aus Trotz, sondern aus Haltung.

Sie bewegt sich nicht in einer Welt aus glänzenden Schwertern
und Bannern im Wind.
Ihre Stärke ist leise, funktional und unmittelbar.

In den alten Erzählungen steht Skadi für Unabhängigkeit,
für das bewusste Wählen des eigenen Weges
und für Stärke ohne Lärm oder Inszenierung.

Sie verkörpert eine Form von Kraft,
die frei ist – weil sie sich nicht anpasst.
Wild – weil sie nicht gezähmt werden muss.
Und vital – weil sie aus Bewegung entsteht.

Skadi ist damit eine weibliche Verkörperung von Empowerment:
selbstbestimmt, körperlich kompetent
und getragen von innerer Klarheit.

 

Joseph Pilates

„Nach 10 Stunden spüren Sie den Unterschied, nach 20 Stunden sehen Sie den Unterschied, und nach 30 Stunden haben Sie einen neuen Körper.“ (Zitat: Joseph Pilates)

Joseph Hubertus Pilates wurde 1883 in Mönchengladbach geboren und entwickelte im frühen 20. Jahrhundert ein systematisches Bewegungskonzept, das er „Contrology“ nannte.

Als gesundheitlich geschwächtes Kind beschäftigte er sich intensiv mit Anatomie, Krafttraining und unterschiedlichen Bewegungssystemen. Während des Ersten Weltkriegs wurde er auf der Isle of Man interniert. Dort entwickelte er Trainings- und Rehabilitationsübungen – unter anderem mithilfe von Federn, die er an Krankenhausbetten befestigte. Aus diesen frühen Konstruktionen entstanden später Geräte wie der Reformer.

1926 emigrierte er in die USA und eröffnete gemeinsam mit seiner Frau Clara ein Studio in New York. Besonders Tänzerinnen und Tänzer nutzten seine Methode zur Leistungssteigerung und Rehabilitation.

Sein Ansatz beruhte auf bewusster Bewegungssteuerung, Atemkontrolle, Rumpfstabilität und funktioneller Ganzkörperarbeit. Ziel war nicht isolierte Muskelkraft, sondern ein integrierter, belastbarer und koordinierter Körper.

Rückblickend lässt sich sagen: Joseph Pilates war seiner Zeit in vielerlei Hinsicht voraus. Viele Prinzipien, die heute in der Physiotherapie, im funktionellen Training und in der Sportrehabilitation etabliert sind – etwa die zentrale Rolle der Rumpfstabilität, die Bedeutung kontrollierter Bewegungsausführung oder die Verbindung von Atmung und Bewegung – finden sich bereits in seiner „Contrology“.

Obwohl er sich nicht als Physiotherapeut verstand, arbeitete er praktisch in einem Feld, das heute klar der Trainingswissenschaft und Rehabilitation zugeordnet wird. Seine Methode entstand außerhalb akademischer Institutionen, entwickelte sich jedoch international weiter und wird bis heute in therapeutischen wie sportlichen Kontexten angewendet.

Joseph Pilates starb 1967 in New York. Seine Methode verbreitete sich zunächst im Tanzumfeld und später weltweit. Heute gilt Pilates als etabliertes Bewegungssystem, dessen ursprüngliche Prinzipien durch moderne Trainings- und Rehabilitationsforschung zunehmend eingeordnet und weiterentwickelt werden.

Eichhörnchen

Seit vielen Jahren engagieren wir uns in der Aufzucht und Wiederauswilderung verletzter und verwaister Eichhörnchen. Was mit einzelnen Notfällen begann, wurde über die Zeit zu einem festen Teil unseres Alltags – getragen von Geduld, Verantwortung und Respekt vor dem Leben.
Im näheren Umfeld hat sich daraus mit einem Augenzwinkern eine liebevolle Bezeichnung entwickelt: Manche nennen uns inzwischen „Vater und Mutter der Eichhörnchen“. Für uns bleibt es vor allem ein stilles Herzensprojekt neben unserer Arbeit mit Menschen.